Florian Lutz, Regisseur

Die Gelbe Prinzessin

von Camille Saint-Saëns

Kontakt
Biografie

2011
Così fan tutte
Anhaltisches Theater Dessau
Hoffmanns Erzählungen
HAU1 Berlin
2010
Carmen
Theater Bonn
playZero
Festspielhaus St. Pölten
Lucia di Lammermoor
Staatstheater Braunschweig
2009
Die arabische Nacht
Oper Halle
Des Landes verwiesen
Theater Bonn
Helges Leben
Theater Bielefeld
2008
Lohengrin
Bühnen der Stadt Gera
2007
Strangers
HAU 1 Berlin
2006
Orfeo ed Euridice
Bühnen der Stadt Gera
2005
Gelegenheit macht Diebe
Saalbau Neukölln Berlin
Die gelbe Prinzessin
Neuköllner Oper Berlin
2003
Die kahle Sängerin
Theaterhaus Köln

Premiere am 15. September 2005 in der Neuköllner Oper Berlin
Musikalische Leitung: stefanpaul
Regie: Florian Lutz
Ausstattung: Pia Wessels
Video: Sirko Knüpfer
Fotos
zurück
Zitty 21/05 *** (Hermann-Josef Fohsel)
„auf engstem Raum so wunderbar lakonisch, dass man hofft, dass die knappe Stunde zwei dauern würde.“

Berliner Morgenpost vom 17.9.2005 (Uwe Sauerwein)
„Näher kann man Musiktheater kaum beiwohnen als jetzt in der Neuköllner Oper. Die gelbe Prinzessin war 1872 das Bühnendebüt von Camille Saint-Saëns. Auf dem Höhepunkt der Japan-Mode drehte sich die Opéra Comique um einen Maler, der sich nach exzessivem Drogengenuß bei einer exotischen Schönen wähnt. Seine Lebensgefährtin findet es alles andere als komisch, mit der Traumgestalt verwechselt zu werden... Eine Kifferoper nennen Stefan Paul (musikalische Bearbeitung und Leitung) und Florian Lutz (Regie) in Neukölln das Spiel um Halluzinationen, Kommunikationsstörung und erotisch-exotische Obsessionen... Happy sind am Ende die meisten Zuschauer, über die Inszenierung wie über die spielfreudigen und singstarken Darsteller.“

Berliner Zeitung vom 17.09.2005 (Wolfgang Fuhrmann)
„Man nimmt nämlich Platz im Wohnzimmer von Mira und Sascha: auf dem Sofa oder dem Bett, auf kleinen Hockern oder gefährlich in sich zusammensackenden Sitzsäcken. Und je nachdem, wo man Platz genommen hat, kann es auch passieren, dass man mit Sascha, vor allem aber mit Mira in Tuchfühlung gerät. Das kann durchaus reizvoll sein, denn Mira (Victoria Kang) hat viele Talente: sie macht Karriere, singt auch sehr schön, und in fernöstlichen Kampfsportarten ist sie außerdem firm...“

Tagesspiegel vom 19.9.2005 (Uwe Friedrich)
„ Mira ist nicht begeistert, als sie nach harter Arbeit in ihr überbevölkertes Wohnzimmer kommt. Ihr Freund Sascha hat seine besten Freunde, also uns, die Zuschauer, zu sich nach Hause eingeladen, um seine neuesten Computeranimationen anzusehen. Die werden viel aufregender, wenn man die Wirkung mit Drogen unterstützt, und das tut Sascha ausgiebig... Prompt geraten Sascha die Wirklichkeitsebenen durcheinander, und er muss seiner Liebsten erklären, weshalb er sich in eines seiner Computergeschöpfe verliebt hat...“

Neues Deutschland vom 19.09.05 (Martin Hatzius)
„ Nach einer guten Stunde ist alles vorbei und das Publikum applaudiert begeistert. Mit wenig Aufwand hat das einfallsreiche Team ein fast vergessenes Werk äußerst unterhaltsam vergegenwärtigt. Großartig die Umarbeitung der Originalmusik zur Version für Laptop und Keyboard durch stefanpaul (Jg. 1973). Überzeugend die intime Inszenierung auf engstem Raum durch Florian Lutz (Jg. 1979). Engagiert gespielt und professionell gesungen von Victoria Kang (Jg. 1980) und Birger Radde (Jg. 1977).

Stuttgarter Nachrichten vom 23.11.2005 - Jahresrückblick 2005 über die Opernszene in Berlin
„...Hoffnung auf innovatives Musiktheater in Berlin besteht in den Randzonen des Geschehens. Da existiert ja immerhin die Off-Szene mit Produktionen in den Sophiensælen oder Neukölln. Und dort gab es zuletzt eine hoch sportive Kammeroper mit Kung Fu, die Erstaufführung von Saint-Saens' Gelber Prinzessin.

Rheinischer Merkur vom 22.9.2005
„Musikalisch wurde der Opernerstling „La princesse jaune“ des französischen Komponisten heftig bearbeitet: Stefanpaul realisiert den Notentext der Kammeroper von 1872 auf dem Synthesizer. Die Inszenierung von Florian Lutz als Kiffer-Oper [mit Ausblick auf virtuellen Liebesreiz] verhält sich werktreu: Hautnah werden die in asiatischen Kampfsportarten erfahrene Mira (Victoria King) und Designer Sascha (Birger Radde) dem Publikum als von zeitüblichen Drogen abhängige künstlerische Nachwuchstalente nahegebracht: egomanische Zeitgenossen, vom Gesang ergriffen.“